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Skip-Bo Spielregeln: Anleitung, Spielablauf und Regeln erklärt

Skip-Bo ist ein Kartenspiel für 2 bis 6 Personen. Ziel ist es, den eigenen Spielerstapel möglichst schnell abzubauen und die Karten auf den Ablagestapeln in der richtigen Reihenfolge abzulegen.

In diesem Beitrag erklären wir die Skip-Bo-Spielregeln, den Spielaufbau, den Ablauf eines Spielzugs und verschiedene Spielvarianten.

Skip-Bo Spielregeln auf einen Blick

MerkmalAngaben
Mindestalter7 Jahre
Anzahl Spieler2–6 Spieler
Spieldauerbis ca. 30 Minuten
Anzahl Spielkarten168 Karten bei der aktuellen Ausgabe JMM20
SpielmechanismusKarten-Ablegespiel
ZielDen eigenen Spielerstapel zuerst vollständig ablegen
Spielerstapel30 Karten bei 2–4 Spielern, 20 Karten bei 5–6 Spielern
HandkartenZu Beginn des Zuges auf 5 Karten auffüllen
AblagestapelBis zu 4 Stapel, aufsteigend von 1 bis 12
Skip-Bo-KarteJoker für eine beliebige Zahl
HilfsstapelBis zu 4 eigene Stapel

Die Herkunft von Skip-Bo

Skip-Bo ist eine kommerzielle Version des klassischen Kartenspiels Spite and Malice, das im Deutschen auch als „Katz und Maus“ bekannt ist.

Minnie Hazel «Skip» Bowman veröffentlichte 1967 eine eigene Version des Spiels. 1980 erwarb International Games die Rechte an Skip-Bo. Später wurde International Games von Mattel übernommen. 1987 erschien eine deutsche Version von Amigo, 1992 folgte eine Version von Mattel.

Seitdem wurde Skip-Bo in verschiedenen Ausgaben und Varianten veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem Skip-Bo Deluxe und Skip-Bo Junior. Mattel führt heute mehrere Skip-Bo-Ausgaben im Sortiment.

Mattel führt neben Skip-Bo auch das bekannte Kartenspiel UNO im Sortiment. In einer Produktbeschreibung bezeichnet Mattel UNO als eines der meistverkauften Kartenspiele der Welt.

Wie wird Skip-Bo vorbereitet?

Wie wird Skip-Bo vorbereitet?

1. Karten mischen und Startperson bestimmen

Zu Beginn werden alle Karten gründlich gemischt. Anschliessend zieht jede mitspielende Person eine Karte. Wer die höchste Zahl zieht, übernimmt das Austeilen. Skip-Bo-Karten zählen bei dieser Auslosung nicht.

Nach jeder Partie wechselt der Kartengeber im Uhrzeigersinn.

2. Spielerstapel austeilen

Bei 2 bis 4 Spielern erhält jede Person 30 Karten. Bei 5 oder 6 Spielern werden 20 Karten pro Person verteilt.

Die Karten werden verdeckt vor der jeweiligen Person als Spielerstapel abgelegt. Die Karten des Spielerstapels dürfen nicht angesehen werden.

Die oberste Karte des Spielerstapels wird aufgedeckt und bleibt für alle sichtbar. Ziel des Spiels ist es, die Karten des eigenen Spielerstapels vollständig abzulegen.

3. Kartenstock in die Mitte legen

Die nach dem Austeilen übrig gebliebenen Karten werden verdeckt in die Mitte gelegt. Dieser Stapel wird Kartenstock genannt.

Aus dem Kartenstock werden während des Spiels die Handkarten gezogen.

4. Oberste Karte des Spielerstapels aufdecken

Jede Person deckt die oberste Karte des eigenen Spielerstapels auf. Die Karte bleibt für alle sichtbar.

Nur die oberste Karte des Spielerstapels kann direkt ausgespielt werden. Wird diese Karte abgelegt, kommt die nächste Karte des Spielerstapels zum Vorschein.

5. Ablagestapel in der Mitte bilden

Während des Spiels entstehen in der Mitte bis zu vier gemeinsame Ablagestapel.

Ein Ablagestapel beginnt mit einer 1 oder einer Skip-Bo-Karte. Anschliessend werden die Karten in aufsteigender Reihenfolge von 1 bis 12 abgelegt. Die Ablagestapel können von allen Mitspielenden verwendet werden.

6. Eigene Hilfsstapel bilden

Jede Person kann vor sich bis zu vier eigene Hilfsstapel bilden.

Auf den Hilfsstapeln können Karten am Ende des eigenen Zuges abgelegt und später wieder ausgespielt werden. Die Reihenfolge der Karten auf den Hilfsstapeln spielt dabei keine Rolle.

Kartenstock und vier Ablagestapel beim Skip-Bo-Spiel
Kartenstock und vier mögliche Ablagestapel in der Tischmitte

Wie funktionieren die Skip-Bo-Stapel?

Skip-Bo Kartenstock, Handkarten, Hilfsstapel und Ablagestapel
Übersicht über Kartenstock, Handkarten, Hilfsstapel und Ablagestapel beim Skip-Bo-Spielen

Bei Skip-Bo haben die verschiedenen Stapel unterschiedliche Funktionen. Wichtig sind der Spielerstapel, die Handkarten, der Kartenstock, die Ablagestapel und die Hilfsstapel.

Spielerstapel

Der Spielerstapel liegt verdeckt vor der jeweiligen Person. Je nach Spielerzahl besteht er aus 20 oder 30 Karten.

Nur die oberste Karte wird aufgedeckt. Diese Karte kann auf einen Ablagestapel gespielt werden, sofern sie dort eingesetzt werden kann.

Der Spielerstapel ist entscheidend für das Spielziel: Wer zuerst alle Karten des eigenen Spielerstapels abgelegt hat, gewinnt die Partie.

Handkarten

Zu Beginn des eigenen Zuges wird die Hand auf fünf Karten aufgefüllt. Dafür werden Karten vom Kartenstock gezogen.

Handkarten können auf die Ablagestapel gespielt werden. Auch die oberste Karte des Spielerstapels und die obersten Karten der eigenen Hilfsstapel können auf die Ablagestapel gelegt werden.

Kartenstock

Der Kartenstock liegt verdeckt in der Mitte des Tisches. Aus ihm werden die Handkarten gezogen.

Ist der Kartenstock aufgebraucht, werden die vollständig abgelegten Ablagestapel neu gemischt. Die gemischten Karten bilden anschliessend einen neuen Kartenstock.

Ablagestapel

In der Mitte können bis zu vier Ablagestapel gebildet werden. Jeder Ablagestapel beginnt mit einer 1 oder einer Skip-Bo-Karte.

Anschliessend werden die Karten aufsteigend von 1 bis 12 abgelegt. Eine Skip-Bo-Karte kann dabei jede beliebige Zahl ersetzen.

Sobald eine 12 auf einem Ablagestapel liegt, ist dieser vollständig. Der Stapel wird beiseitegelegt und kann später wieder zum Kartenstock werden.

Hilfsstapel

Jede Person kann bis zu vier eigene Hilfsstapel vor sich bilden. Auf diesen Stapeln können Karten am Ende des eigenen Zuges abgelegt werden.

Die Reihenfolge auf den Hilfsstapeln spielt keine Rolle. Zum Ausspielen darf jeweils nur die oberste Karte eines eigenen Hilfsstapels verwendet werden.

Ablagestapel

Jede Person kann vor sich bis zu vier eigene Ablagestapel bilden. Am Ende des eigenen Zuges wird eine Karte auf einen dieser Stapel gelegt.

Auf den eigenen Ablagestapeln muss keine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden. Die Karten können später wieder aufgenommen und zum Aufbau der Baustapel verwendet werden.

Wie spielt man Skip-Bo?

1. Wer beginnt?

Der Spieler oder die Spielerin auf der linken Seite des Kartengebers beginnt. Gespielt wird anschliessend im Uhrzeigersinn.

2. Handkarten auf 5 Karten auffüllen

Wer an der Reihe ist, zieht zunächst so viele Karten vom Kartenstock, bis sich fünf Handkarten auf der Hand befinden.

Zu Beginn jedes weiteren Zuges wird die Hand wieder auf fünf Karten aufgefüllt.

3. Ersten Ablagestapel bilden

Befindet sich eine 1 oder eine Skip-Bo-Karte auf der Hand oder liegt eine solche Karte oben auf dem eigenen Spielerstapel, kann damit ein Ablagestapel in der Mitte begonnen werden.

4. Karten auf den Ablagestapeln ablegen

Nach dem Start eines Ablagestapels werden die Karten in aufsteigender Reihenfolge abgelegt: 1, 2, 3, 4 bis 12.

Zum Ablegen können Karten aus drei Quellen verwendet werden:

  • Handkarten
  • die oberste Karte des eigenen Spielerstapels
  • die oberste Karte eines eigenen Hilfsstapels

Die Ablagestapel in der Mitte werden von allen Personen gemeinsam genutzt.

5. Skip-Bo-Karten als Joker einsetzen

Skip-Bo-Karten können als Joker eingesetzt werden. Sie ersetzen beim Aufbau eines Ablagestapels eine beliebige Zahl.

Liegt beispielsweise eine 3 auf einem Ablagestapel, kann eine Skip-Bo-Karte als 4 eingesetzt werden. Die nächste Karte muss dann als 5 abgelegt werden.

6. Vollständige Ablagestapel beiseitelegen

Wird auf einem Ablagestapel die 12 abgelegt, ist der Ablagestapel vollständig.

Der vollständige Ablagestapel wird aus der Tischmitte entfernt. An seiner Stelle kann ein neuer Ablagestapel mit einer 1 oder einer Skip-Bo-Karte begonnen werden.

7. Bei fünf ausgespielten Handkarten nachziehen

Wer während seines Zuges alle fünf Handkarten ausspielt, zieht erneut fünf Karten vom Kartenstock und kann weiterspielen.

So kann ein Zug mehrere Ablagestapel und Karten aus verschiedenen eigenen Stapeln umfassen.

8. Spielzug beenden

Der Spielzug endet, wenn keine Karte mehr abgelegt werden kann oder die Person keine weitere Karte ausspielen möchte.

Zum Abschluss wird eine Handkarte offen auf einen der eigenen Hilfsstapel gelegt. Auf den Hilfsstapeln muss keine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden.

9. Nächste Person ist an der Reihe

Anschliessend ist die nächste Person im Uhrzeigersinn an der Reihe. Sie füllt ihre Handkarten wieder auf fünf Karten auf und setzt das Spiel fort.

Gewonnen hat die Person, die zuerst alle Karten des eigenen Spielerstapels abgelegt hat.

Das Spielziel sollte bei der Auswahl der Karten berücksichtigt werden. Es kann sinnvoll sein, eine mögliche Karte nicht sofort auszuspielen oder eine Skip-Bo-Karte für einen späteren Spielzug aufzubewahren.

Skip-Bo mit Punktevergabe

Skip-Bo kann auch über mehrere Runden mit Punktevergabe gespielt werden.

Der Gewinner oder die Gewinnerin einer Runde erhält 25 Punkte. Zusätzlich gibt es 5 Punkte für jede Karte, die bei den Mitspielenden noch im Spielerstapel liegt.

Als Spielziel können beispielsweise 500 Punkte festgelegt werden. Wer diese Punktzahl zuerst erreicht, gewinnt das Spiel.

Diese Punktevariante ist auch in einer offiziellen Mattel-Anleitung beschrieben.

Verschiedene Spielarten von Skip-Bo

Neben der normalen Spielweise kann Skip-Bo auch als Teamspiel oder in einer verkürzten Variante gespielt werden.

Skip-Bo als Teamspiel

Beim Spiel in Teams bleiben die Grundregeln bestehen. Die Teampartner müssen nicht nebeneinander sitzen.

Ist eine Person an der Reihe, darf sie zusätzlich zu den eigenen Karten auch Karten vom Spielerstapel und den Hilfsstapeln des Partners ablegen.

Nur die Person, die an der Reihe ist, entscheidet, welche Karten ausgespielt werden.

Der Partner darf Hinweise zum Ablegen geben. Ein solcher Hinweis kann beispielsweise lauten: «Partner, lege den Joker als 4!»

Andere mündliche Hinweise oder Tipps sind nicht erlaubt. Gibt der Partner trotzdem einen solchen Hinweis, muss er zur Strafe zwei Karten vom Kartenstock ziehen. Diese beiden Karten werden ungesehen unter den eigenen Spielerstapel gelegt.

Das Team gewinnt, sobald die Spielerstapel beider Teampartner vollständig abgelegt wurden.

Kurzvariante von Skip-Bo

Für eine kürzere Partie kann die Anzahl der Karten im Spielerstapel reduziert werden.

Dafür erhält jede Person zu Beginn 10 Karten für den eigenen Spielerstapel. Die übrigen Spielregeln bleiben unverändert.

Durch den kleineren Spielerstapel kann die Partie schneller beendet werden. Diese Kurzvariante ist ebenfalls in einer offiziellen Mattel-Anleitung aufgeführt.

Neue Skip-Bo-Karten für Farbenblinde

Mattel hat Skip-Bo im Rahmen einer Initiative zur besseren Zugänglichkeit seiner Spiele mit einer überarbeiteten Kartengestaltung ausgestattet. Die neuen Karten verwenden zusätzliche Symbole, mit denen sich die Farben unterscheiden lassen.

Die Umstellung erfolgte schrittweise ab März 2024 und umfasste unter anderem Skip-Bo. Mattel kündigte an, die Anpassungen im Laufe des Jahres 2024 auf weitere Spiele auszuweiten.

Die aktuelle Skip-Bo-Ausgabe JMM20 wird von Mattel als für Farbenblinde geeignet beschrieben. Sie enthält 168 Karten, ist für 2 bis 6 Personen vorgesehen und wird ab 7 Jahren empfohlen.

Unsere Erfahrung mit Skip-Bo

Skip-Bo gehört bei uns zu den Spielen, die gerne am Sonntag auf den Tisch kommen. Die Grundregeln sind schnell erklärt, gleichzeitig entstehen durch die eigenen Spielerstapel, die Hilfsstapel und die Skip-Bo-Karten immer wieder taktische Entscheidungen.

Auch für Familien mit Kindern kann Skip-Bo interessant sein. Durch das Aufbauen der Ablagestapel von 1 bis 12 lernen Kinder spielerisch die Reihenfolge der Zahlen kennen. Das Spiel ist jedoch nicht kooperativ: Jede Person verfolgt das eigene Ziel und versucht, den eigenen Spielerstapel zuerst abzubauen.

Wer ähnliche Kartenspiele mag, findet bei uns auch die Streitpatience. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Ablegespiel, bei dem Karten in einer bestimmten Reihenfolge abgelegt werden.

Die Skip-Bo-Regeln haben wir in diesem Beitrag Schritt für Schritt zusammengestellt und die verschiedenen Spielstapel sowie ihren Zweck erklärt.