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Der Schilten-Under und das Evangelium: Wenn eine Jasskarte zum Boten wird

Der Schilten-Under und das Evangelium: Wenn eine Jasskarte zum Boten wird
07.07.2026Armin Muff

Seit Generationen liegen dieselben 36 Karten auf dem Tisch, aber wer hat ihre Bilder je wirklich genauer betrachtet? Thomas Stucki tut das in seinem LinkedIn-Essay «Der Schilten-Under und das Evangelium». Darin bespricht er das Buch «Sonntagsjass» des Theologen Ruedi Heinzer, über das wir bereits berichtet haben: «Buch Sonntagsjass»: Der Jass von der Kanzel.

Der einzige Bote im Kartenspiel

Heinzer beschreibt in seinem Buch den Schilten-Under als einzige Figur im Deutschschweizer Blatt, die tatsächlich etwas tut: Er überreicht einen Brief. Während die anderen Under als Bauern gelten, ist er damit eher ein Botschafter, ergänzt durch ein kleines Kreuz und Davidssterne auf seinem Schild. Details, die man nach hundert Jassrunden locker übersieht, wie Stucki in seiner Besprechung des Buchs festhält.

Vom Kartenbild zur frohen Botschaft

Heinzer liest diesen Brief als Sinnbild für das Evangelium selbst. Stucki fasst zusammen, wie Heinzer dafür beim Markusevangelium ansetzt und zentrale Begriffe der biblischen Verkündigung einordnet. Es gehe dabei nicht um ein politisches Reich, sondern um einen neuen Umgang der Menschen miteinander: Verzeihen statt Vergelten, Zuhören statt Stärke demonstrieren. Genau diese Botschaft, so Heinzers Deutung in Stuckis Nacherzählung, stecke im kleinen Brief des Schilten-Unders.

Zwei Texte, ein Buch

Stuckis Essay ist eine Besprechung von Heinzers «Sonntagsjass»: konzentriert auf eine einzige Karte, ergänzt mit einem eigens dafür gestalteten Bild des Schilten-Unders. Wer das Buch und seine Grundidee kennenlernen möchte, findet mehr dazu in unserem Artikel «Buch Sonntagsjass»: Der Jass von der Kanzel. Wer Stuckis Blick auf die einzelne Karte lesen will, wird auf LinkedIn fündig.

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